VPN Server aufsetzen für das Heimnetzwerk?
Mittwoch, 31. August 2011 15:09
Frage von AADDII: VPN Server aufsetzen für das Heimnetzwerk?
hallo ich habe mir überlegt einen VPN Server einzurichten, damit ich von einem entfernten Computer eine Verbindung zu meinem Heimnetzwerk aufbauen kann und unter Umständen den Server auch als Proxy nutzen kann.
Installation des Windows 2003 Servers und der Serverrolle dürfte kein Problem sein
aber ein paar Fragen sind da schon noch offen:
-ich werde bestimmt einige Ports an meinem Router freischalten müssen?
-mein Router bekommt die IP Adresse per DHCP vom Provider, ich werde doch eine statische brauchen oder nicht? kann ich den Server irgendwie über DNS Namen aufrufen?
-NAT muss ich bei meinem Router wohl auch aktivieren, damit der Server, der sich ja im LAN befindet, über die öffentliche Adresse erreichbar ist?
so das wars jetzt mal, was ich für Bedenken habe. Für Antworten danke ich euch schon jetzt!
Beste Antwort:
Answer by RedSpy
Für einfache VPNs kann man die Bordmittel von Windows nutzen, für andere auf freie Software zurückgreifen, z.B.:
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PPTP:
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Vorteile: Sehr einfache Konfiguration, ab Windows 95 verfügbar, in vielen Hardware-Routern implementiert.
Nachteile: Bei zu kurzen oder einfachen Passwörtern unsicher.
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IPsec:
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Vorteile: Wird seit Windows 2000 direkt vom Betriebssystem unterstützt, sehr hoher Sicherheitsgrad.
Nachteile: Sehr hoher Einarbeitungsaufwand, Konfiguration ohne Zusatzsoftware nur über Registry-Einträge möglich, keine anderen Protokolle außer TCP/IP tunnelbar.
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OpenVPN:
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Vorteile: Für sehr viele Betriebssysteme kostenlos verfügbar (z.B. ab Windows 2000), einfache Installation, sehr hoher Sicherheitsgrad, sehr flexibel einsetzbar (z.B. Ethernet-Bridging für IPX/SPX-Spiele), sehr geringe Latenzen bei Verwendung von UDP fürs Tunneling.
Nachteile: Nicht Bestandteil des Windows-Betriebssystems, wird meines Wissens noch von keinen gängigen Hardware-Routern unterstützt.
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Zu den Fragen:
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zu 1.) Für die vom VPN-Protokoll verwendeten Ports muss auf dem Router ein sog. Port-Forwarding zum VPN-Einwahlserver im lokalen Netzwerk konfiguriert werden, für PPTP z.B. TCP-Port 1723, für OpenVPN frei wählbar z.B. TCP- oder UDP-Port 5000. Neben der Möglichkeit des Port-Forwardings bieten viele Router auch eine Option, um alle Verbindungsanfragen ungefiltert an einen sog. DMZ-Server im lokalen Netzwerk weiterzuleiten. Allerdings steht der Server dann ungeschützt im Internet, wäre bei nicht abgesicherten Diensten, Freigaben oder Sicherheitslücken also angreifbar.
zu 2.) Es gibt kostenlose Nameserver-Dienste, bei denen sich der Router oder Server regelmäßig meldet, um seine aktuelle IP-Adresse zu hinterlegen. Der Heimserver ist dann per dynamischem DNS unter einem festen Hostnamen erreichbar. Der bekannteste Anbieter solcher Dienste heißt DynDNS, die Nutzung solcher Dienste ist in vielen Routern bereits vorgesehen.
zu 3.) Richtig, falls der VPN-Client nicht nur Dienste auf dem VPN-Server (z.B. HTTP-Proxy) nutzen soll, müsste der VPN-Server die Windows-Verbindungsfreigabe oder Bridging nutzen, um aus dem virtuellen Netz den Zugriff auf die LAN und somit auf die Internet-Verbindung zu ermöglichen. In diesem Punkt liegt der Hauptvorteil einer im Router integrierten VPN-Funktion, da hier ggf. eine IP-Adresse aus dem LAN zugewiesen werden kann, so dass der VPN-Client ein normaler Teilnehmer im Heim-LAN ist. Oder man benutzt OpenVPN mit Ethernet-Bridging, dann ist der VPN-Client in einer sog. Broadcast-Domain mit dem LAN und kann vom Router per DHCP ganz normal seine lokale IP beziehen.
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Fazit:
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Als Quick-and-Dirty-Lösung für einfache Anwendungen bietet sich PPTP an, vor allem dann, wenn sich der Hardware-Router als PPTP-Einwahlserver nutzen lässt. OpenVPN lässt sich auch ohne SSL-Zertifikate mit einem sog. Shared Secret betreiben und nach kurzer Einlesezeit konfigurieren. Es lässt sich z.B. wunderbar einsetzen, um nicht Internet-fähige Spiele übers VPN zu spielen. IPsec ist i.d.R. nur interessant, wenn man separate IP-Netze verbinden will.
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Thema: Ip vpn | Kommentare (0) | Autor: ipvpn




